Seelsorgeraum Dietikon-Schlieren

Grundsätzliches und Ziele

Der Seelsorgeraum Dietikon-Schlieren wurde auf Initiative des Generalvikariats Zürich und Glarus von einer Projektgruppe geplant und schliesslich auch eingerichtet. Die lokale Nähe der drei involvierten Pfarreien St. Josef und St. Agatha in Dietikon und St. Josef in Schlieren sowie die beiden in diesem Gebiet beheimateten Missione Cattolica Italiana-Standorte Dietikon und Schlieren und die strukturellen Ähnlichkeiten der beiden Agglomerationsgemeinden sollten einen ersten Seelsorgeraum im Kanton Zürich möglich machen.

Personell wurde von allem Anfang an mit der Gemeinschaft der Marianisten, insbesondere den beiden erfahrenen Patres Leo Müller und Hugo Schwager, dem in Agatha-Dietikon tätigen Gemeindeleiter Hans-Ruedi Simmen und dem vom Generalvikariat für die Aufgabe der Koodination und Pfarreileitung in Schlieren angefragten Stephan Kaiser geplant. Don Marek Gòrski als Leiter der MCLI Dietikon wurde ebenfalls in die Planung mit einbezogen.

Neben der allgemein bekannten Problematik des Priester- und Pfarrermangels war eine anzustrebende Nutzung von Synergien im linken Zürcher Limmattal wegweisend.

Als Ziele wurden unter anderen genannt:

• Gelebte Spiritualität in einer lebendigen Gemeinschaft, in der die Menschen sich akzeptiert fühlen und ernst genommen werden.
• Orientierung an Leitbegriffen wie Lebendigkeit, Solidarität und Kooperation
• Geografische Einheit unter Berücksichtigung demografischer und soziologischer Entwicklungen
• Neue Formen der Kategorial- und Territorialseelsorge
• Team- und Führungsstruktur, die Raum für umfassende Seelsorge gibt
• Personelle Optimierung
• Nutzung von Synergien in allen seelsorglichen Aufgaben
• Tragfähige und nachhaltige Strukturen

Die bestehenden Pfarreien und Kirchgemeinden bleiben weiterhin eigenständig

Gründung

Nach zweijähriger Planung, während der bereits einiges an Geplantem in die Praxis umgesetzt wurde, fand die offizielle Gründung des Seelsorgeraums Dietikon-Schlieren in einem Festgottesdienst am Sonntag, 14. September 2003 statt.

Diözesanbischof, Generalvikariat, Pfarreiräte und nicht zuletzt die beiden Kirchenpflegen bzw. Kirchgemeindeversammlungen hatten dieser Gründung zuvor offiziell zugestimmt.

Im Gottesdienst wurden die beiden Pfarrer in solidum von Weihbischof Paul Vollmar eingesetzt, einer der beiden, P. Leo Müller wurde zudem zum Leiter des Seelsorgeraums ernannt. Für alle drei Pfarreien wurde je ein Pfarreiverantwortlicher bzw. Gemeindeleiter ernannt:
- St. Agatha Dietikon: Hans-Ruedi Simmen
- St. Josef Dietikon: P. Hugo Schwager
- St. Josef Schlieren: Stephan Kaiser
Letzterem wurde zusätzlich die Koordination im Seelsorgeraum übertragen.

Alle Seelsorger/innen wie auch alle kirchlichen Mitarbeitenden – je nach Aufgabenfeld und Funktion in unterschiedlichem Mass – wurden zudem zur Zusammenarbeit im ganzen Seelsorgeraum verpflichtet.

Mehrjährige positive Erfahrungen

Jeweils im Jahresrhythmus fand in einer Retraite des Pastoralteams (=hauptverantwortliche Seelsorger/innen) eine Evaluation mit externer Begleitung statt. Nach vier Jahren fand im Herbst 2007 eine umfassende Evaluation mit allen Seelsorgenden und weiteren Mitarbeitenden, Delegationen aus allen Pfarreiräten und den beiden Kirchenpflegen sowie externen Fachpersonen statt; sie wurde von Bernd Kopp, Gemeindeberater, geleitet.

Im Forum wurde darüber wie folgt berichtet:

„Im Grundsatz war man sich sehr einig: Der Seelsorgeraum, in der von uns gelebten Form hat sich bisher bewährt; vor allem auch – und dies wurde unisono betont – weil die einzelnen Pfarreien gestärkt wurden und die personellen Probleme in verschiedenen Pfarreien dank des Seelsorgeraums weitgehend behoben werden konnten. Konkret gibt es für den ganzen Seelsorgeraum einen Pfarrer und in jeder Pfarrei einen verantwortlichen Gemeindeleiter samt einem Pfarreiteam.

Einzelnes kann verbessert werden, dabei handelt es sich aber um kleinere Anliegen. Die grösste Sorge wurde bereits zu Beginn genannt und blieb bis zum Schluss ohne konkrete Lösung bestehen: Sowohl der Leiter wie auch der Koordinator des Seelsorgeraums sind durch die Arbeit als Seelsorger und Koordinatoren in einer Art gefordert, die ein gesundes Mass weit übersteigen. Schnelle Lösungen sind hier nicht in Sicht.“

Diese grundsätzlich sehr positive Einschätzung hat sich nicht verändert. Wichtig zu sehen ist, dass sich die Verantwortlichen im Seelsorgeraum immer vor Augen hatten, dass nur dort etwas zusammen gemacht wird, wo es wirklich Synergien bringt und nicht möglichst viel von der Pfarreiebene auf die grössere und komplexere Ebene des ganzen Seelsorgeraums verschoben wird.

Bewährt hat sich ebenfalls, dass eine kleines Leitungsteam, seit dem Weggang von P. Hugo Schwager Ende 2006 bestehend aus P. Leo Müller, Stephan Kaiser und Hans-Ruedi Simmen, die wesentlichen Entscheide vorbereitet oder direkt trifft, obwohl sie sich pro Jahr ‚nur’ zu durchschnittlich zehn zweistündigen Sitzungen treffen.

Durch den Seelsorgeraum profitierten die beteiligten Pfarreien und Missione Cattolica Italiana in Form von neuen Ideen, neu geplanten gemeinsamen Aktivitäten, dem Austausch von Seelsorger/innen, u.a.m. Gleichzeitig wurden die örtlichen Pfarreistrukturen gestärkt. Der Organisations- und Sitzungsaufwand hielt sich in engen Grenzen.

Organigramm

siehe rechte Box, PDF-Datei

Jahresberichte und Forumsseite

Jedes Jahr wird ein kurzer Jahresbericht erstellt, der in den Kirchen aufgelegt und den wichtigen Personen und Gremien persönlich zugestellt wird. Auf der halben Seite des Seelsorgeraums im Forum / Pfarrblatt für den Kanton Zürich wird er jeweils zusammengefasst.

Im Forum / Pfarrblatt der katholischen Kirche im Kanton Zürich hat der Seelsorgeraum eine Seite zur Verfügung. Dort werden Anlässe angekündigt und bei grösseren Veranstaltungen auch Berichte darüber verfasst. Zusätzlich gibt es immer wieder spirituelle Impulse zum Kirchenjahr. Die aktuelle Forumsseite des Seelsorgeraums findet sich auf den Website’s unter aktuell.

Regelmässige Aktivitäten

• Halbtägige Wallfahrten mit Messfeier nach Maria Einsiedeln (2-3x/Jahr)
• Hallen-Ministranten-Turnier (Fussball, Unihockey) im Winter
• Einwöchige Pilgerreise der Missione Cattolica Italiana im Frühjahr ins Ausland
• Jakobsweg-Etappen in der Schweiz (3 Etappen pro Jahr)
• Treffen/Sitzung der beiden Kirchenpflegen (1x/Jahr)
• Zusammenkunft der fünf Pfarreiräte,3 Pfarreien und 2 Missione (1x/Jahr)
• Besinnungs- und Fortbildungsnachmittag für Mitarbeitende (1x/Jahr)
• Einwöchige Seniorenferien im Spätsommer
• 5-7-tägige spirituelle Bildungsreise im Herbst ins Ausland
• Gottesdienst im Seelsorgeraum (1x/Jahr alternierend in einer der drei Pfarreien)
• Interne Sitzungen:
o Pastoralteam-Ausschuss = pastorales Leitungsgremium (10x/Jahr)
o Ganzes Pastoralteam = alle Seelsorger/innen mit Missio Canonica (4x/Jahr)
o Seelsorgeraum-Ausschuss = Leitungsgremium von Seelsorge und Kirchenpflegen (3x/Jahr)
• Festa del Bambino der Missione in Schlieren
• Festa della Befana der Missione in Dietikon

Unregelmässige Anlässe und Aktionen

• Erwachsenenbildungsveranstaltungen
• Spirituelle Impulse
• Exerzitien
• Besuche von Ausstellungen
• Projekt-Entwicklungen; z.B. Freiwilligen-Förderung
• Initiierung der Limmattal young church LYC www.lyc.ch
• Bildungsveranstaltungen für Senioren
• Jugendevents

Weitere Informationen

• Planungsbericht für die Schaffung des Seelsorgeraums, 2003
• Einzelne interne Planungspapiere; z.B. Informations- und PR-Konzept
• Ältere Berichte über Aktivitäten sowie alle Artikel aus dem Forum
• Stellenpläne

Erhältlich bei: Stephan Kaiser-Creola, Koordinator des Seelsorgeraums
Pfarramt St. Josef, 8952 Schlieren
044 730 12 90 st.kaiser@kath.ch

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Bahnhofplatz 3A
8953 Dietikon


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